Eusebianische Kanontafeln

Hier findest du Abbildungen der eusebianischen Kanontafeln aus dem Codex F.II.1;2, Biblioteca Queriniana in Brescia. Das Buch entstand im ersten Viertel des 11. Jahrhunderts und wird der Reichenauer Schule zugeschrieben.

Die von Eusebius von Caesarea erfundenen Konkordanztabellen zu den Evangelien wurden von Anfang an in Arkadenrahmen mit ornamental verzierten Bögen gesetzt, und diese Schmuckform, die wie eine Säulenhalle den Zugang zum sogenannten „Worte Gottes“ eröffnete, verbreitete sich schnell, weil man dadurch einen besseren Durchblick bekam. Im Westen hat Hieronymus die eusebianischen Konkordanztabellen seiner neuen Bibelübersetzung einverleibt und wir dürfen annehmen, dass Evangelienbüchern mit Kanontafeln schon zu seinen Lebzeiten in Rom angefertigt wurden. Erst im 6. Jahrhundert finden wir aber sichere Belege. Zwei Grundredaktionen lassen sich unterscheiden: eine mit zwölf und eine mit sechzehn Kanonbögen. Eine dritte seltene Variante verbindet die Konkordanztabellen mit kurzen textlichen Inhaltsangaben. (Quelle unbekannt). Im o.a. Codex finden wir allerdings 19 Tafeln. Happy

Hier findest du die Bilder als PDF.

Tafel 1(verso) Vergleichsstellen in den vier Evangelien


Tafel 2 (recto) Vergleichsstellen in den vier Evangelien


Tafel 3 (verso) Vergleichsstellen in den Evangelien nach Mt, Mk und Lk


Tafel 8 (recto) Vergleichsstellen in den Evangelien Mt und Lk


Tafel 19 (verso) Ende der Kanontafeln


Seite 20 ((verso) Nach den Kanontafeln folgt das Bild Maria Verkündigung




Hier findest du eine weitere Kurzbeschreibung des Buches von Dietrich Kräh.

Hier findest du ein Anwendungsbeispiel.